Schrumpffolien und Stretchfolien aus LLDPE sind kurzlebige und sehr häufig eingesetzte Verpackungsmaterialien in Logistik und Industrie. Doch hinter dieser kurzen Nutzungsdauer steckt ein hochwertiges Polymer. LLDPE ist kein Billigmaterial, sondern ein technisch anspruchsvoller Kunststoff mit stabilen Werkstoffeigenschaften. Genau deshalb lohnt sich das Recycling.
Shrink Wrap gehört aber auch zu den anspruchsvollsten Materialien im Post-Consumer-Recycling. Hohe Feuchtigkeit, starke Verschmutzung und wechselnde Qualität machen die Aufbereitung komplex. Für ein wirtschaftliches Shrink Wrap Recycling braucht es eine Technologie, die mit ungewaschenem, feuchtem und bedrucktem Material zurechtkommt.
In diesem Artikel erfahren Sie:
Bedeutung von LLDPE Shrink Wrap und Stretch Film und warum das Recycling relevant ist
Schrumpffolien (Shrink Wrap) bestehen aus Thermoplasten, meist LLDPE, und ziehen sich unter Wärme zusammen. Sie fixieren Paletten, schützen Gebinde und sichern Transportgüter. Stetchfolien (Stretch Film) dehnen sich kalt und umwickeln Paletten ohne Wärmezufuhr.
Bei beiden Folientypen handelt es sich um kurzlebige Verpackungen. Deshalb kommen sie in der Logistik, im Lebensmittelbereich und in der Verpackungsindustrie in erheblichen Mengen zum Einsatz. Ein Großteil davon landet nach einmaliger Nutzung im Abfallstrom.
Doch LLDPE ist ein technisch ausgereifter Werkstoff mit definierten Zug- und Reißeigenschaften. Das macht es als Sekundärrohstoff wertvoll.
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) fordert ab 2030 verbindliche Rezyklat-Anteile in Kunststoff- und Folienverpackungen. Es gelten gewisse Mindestquoten, die schrittweise steigen. Ab 2030 müssen bestimmte Verpackungen mindestens 30 % Post-Consumer-Rezyklat enthalten, ab 2040 steigt diese Quote auf 65 %. Wer heute keine Recyclinglösung hat, wird morgen Schwierigkeiten bekommen, diese Vorgaben zu erfüllen.
Wer LLDPE-Folien nicht recycelt, zahlt also nicht nur für Entsorgung, sondern verschenkt auch Rohstoffpotenzial. Laut EREMA-Anwendungsdaten zählen Shrink Wrap und Stretch Film zu den häufigsten LLDPE-Inputmaterialien für das Recycling im Post-Consumer-Bereich. Somit sind sie als Sekundärrohstoff mit hohem Marktpotential zu betrachten.
Regranulat aus Schrumpffolien wird in der Folienproduktion als Rezyklat-Anteil eingesetzt. Die Nachfrage steigt durch gesetzliche Vorgaben und dem wachsenden Interesse an nachhaltigen Verpackungslösungen.
Doch es gibt ein weiteres wirtschaftliches Argument für Shrink Wrap Recycling. Wer LLDPE-Regranulat selbst erzeugt, kann abhängig vom aktuellen rPE-Marktpreis hohe Kosteneinsparungen bei der Folienproduktion erzielen. Der Preis für Neuware schwankt stark. Rezyklat aus eigener Produktion reduziert die Abhängigkeit von diesen Schwankungen.
Die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist einfach: Inputkosten (Sammlung, Recycling, Logistik) gegen Outputwert (Regranulat-Marktpreis). Bei mittleren bis großen Mengen liegt der Break-even schnell vor. Anders als bei extern eingekauftem Rezyklat haben Betriebe mit eigener Recyclinganlage die volle Kontrolle über Qualität, Verfügbarkeit und Kosten.
ReadyMac HD verarbeitet bis zu 500 kg/h. Bei kontinuierlichem Betrieb lassen sich große Mengen Regranulat erzeugen, die den Bedarf vieler mittelständischer Folienproduzenten oder Recyclingbetriebe abdecken.
Somit ist Shrink Wrap Recycling keine Nische mehr. Es ist eine wirtschaftliche Entscheidung mit messbarem ROI.
LLDPE Folien sind im Allgemeinen sehr anspruchsvoll bei der Aufbereitung:
Gibt es Unterschiede beim Recycling von Schrumpffolie und Stretchfolie?
Shrink Wrap ist anspruchsvoller im Recycling als Stretch Film. Beide lassen sich aber in derselben Anlage verarbeiten, wenn die Technologie flexibel genug ist.
| Merkmal | Shrink Wrap | LLDPE Stretch Film |
| Materialzusammensetzung | Oft LLDPE, teilweise mit Additiven für Schrumpfeffekt | Meist reines LLDPE oder LD/LLDPE-Mischung |
| Verschmutzung | Höher, da oft direkter Kontakt mit Ware (z. B. Lebensmittel, Paletten) | eher Staub und Feuchtigkeit durch Außenlagerung |
| Bedruckung | Häufig stark bedruckt (Produktinformationen, Logos) | Seltener bedruckt, meist transparent |
| Störstoffanteil | Papieretiketten, Klebebänder | hauptsächlich Strappingbänder, Holzreste |
| Recycling-Anforderung | Anlage muss mit höherer Verschmutzung und Bedruckung umgehen | Anlage muss Feuchtigkeit und Fremdpolymere filtern |
Das Recycling von ungewaschenem Shrink Wrap und Stretch Film erfolgt in der Praxis üblicherweise in mehreren Schritten: Sammlung und Vorsortierung, Sortierung nach Qualität und Farbe, Waschung und Trocknung, Zerkleinerung, Schmelzefiltration und Extrusion sowie abschließende Granulierung zu homogenem Regranulat.
Die wichtigsten Faktoren für hochwertiges LLDPE Regranulat, besonders bei Post-Consumer-Material:
ReadyMac HD setzt auf die patentierte EREMA TVE-Technologie. Der entscheidende Unterschied: Die Schmelzefiltration erfolgt VOR der Extruderentgasung. Dieser weltweit einzigartige Prozessablauf kombiniert den EREMA Laserfilter mit leistungsstarker Entgasung in einem Durchgang. Das sorgt für zuverlässige Entfernung von Störstoffen und Verschmutzungen, selbst bei anspruchsvollem Material.
ReadyMac HD ist für anspruchsvolles Material ausgelegt:
Wer heute in Shrink Wrap Recycling investiert, sichert sich Rohstoffunabhängigkeit und erfüllt die steigenden Rezyklat-Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung. Trotz anspruchsvoller Aufbereitung sind Schrumpffolien und Stretchfolien aus LLDPE mit der richtigen Technologie wirtschaftlich recyclebar.
Die ReadyMac HD ist eine sofort verfügbare Recyclinganlage in Standardkonfiguration. Sie verarbeitet ungewaschene und stark schwankende Materialqualität und liefert hochwertiges Regranulat. Damit bietet sie einen schnellen und unkomplizierten Zugang fortschrittlichem Recycling zu einem attraktiven Preis.